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Mathe-Lehrplan Bremen: alle Themen von Klasse 1 bis zum Abitur

Bremen führt neue Mathe-Bildungspläne für die Sekundarstufe I ein, die ab 2027/28 jahrgangsweise gelten. Diese Übersicht zeigt, welche Pläne jetzt gelten, welche Themen sie nennen und wo Sie die Themen hier üben können.

In Bremen heißen die Lehrpläne Bildungspläne. Für Mathematik gilt: Die Grundschule folgt dem Bildungsplan „Mathematische Bildung/Mathematik“ von 2025, der gemeinsam mit der Kita und den Klassen 1 bis 4 den Bildungsplan 0 bis 10 bildet. Für die Sekundarstufe I hat der Senator für Kinder und Bildung mit dem Erlass 3/2026 vom 15. Juni 2026 neue Pläne für Oberschule (Klasse 5 bis 10) und Gymnasium (Klasse 5 bis 9) zum 1. August 2026 erlassen. Das Schuljahr 2026/27 dient der Einarbeitung in die schulinternen Curricula, die jahrgangsweise Umsetzung beginnt 2027/28 mit Klasse 5. Bis dahin gelten in der Sekundarstufe I noch der Plan der Oberschule von 2010 und der Plan des Gymnasiums von 2006. Für die Oberstufe gilt der Bildungsplan von 2022, dessen Vorwort 2026 geändert wurde. Stand dieser Übersicht ist der 14. Oktober 2026.

Alle Pläne beschreiben Kompetenzen als verbindliche Anforderungen zu festen Zeitpunkten, nicht als Stoffverteilung nach Klassen. Die Grundschule nennt Anforderungen am Ende der Klasse 2 und der Klasse 4. Die Oberschule beschreibt sie am Ende der Klasse 6, 8 und 10, das Gymnasium am Ende der Klasse 6 und 9. Der Plan ordnet Inhalte in Module und gibt für die Doppeljahrgänge keine feste Reihenfolge vor.

Grundschule: Klasse 1 bis 4

Der Plan nennt Anforderungen zu zwei Zeitpunkten und stützt sich auf die Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz für den Primarbereich. Eine feste Aufteilung der Themen auf Klasse 1 und Klasse 2 beziehungsweise Klasse 3 und Klasse 4 gibt er nicht vor, die Schule legt sie in ihrem schulinternen Curriculum fest.

Mathematik in der Bremer Grundschule (Bildungsplan 2025)
KlasseInhalte laut BildungsplanHier erklärt und geübt
Ende Klasse 2Zahlen im Zahlenraum bis 100, dezimales Stellenwertsystem, Verdoppeln und Halbieren, gerade und ungerade Zahlen; Addition und Subtraktion mit Rechengesetzen, Kernaufgaben des Einspluseins und der Multiplikation mit 0, 1, 2, 5 und 10; Länge in Zentimeter und Meter, Geld, Zeitspannen und Uhrzeiten; Wege und Lagebeziehungen, einfache Würfelgebäude; Strichlisten, Tabellen, einfache ZufallsexperimenteZwanzigerfeld, Zahlenstrahl, Plus und Minus, Einmaleins, Verdoppeln und Halbieren, Geld, Uhrzeit, Daten und Zufall
Ende Klasse 4Zahlenraum bis zur Million; alle Aufgaben des kleinen Einmaleins, Rechengesetze, Punkt vor Strich und Klammern; mündliche, halbschriftliche und schriftliche Verfahren für Addition, Subtraktion und Multiplikation, Überschlag; Sachaufgaben, funktionale Beziehungen wie Proportionalität; Flächeninhalt, Volumen, Gewicht, Einheiten bis Kilometer, Quadratzentimeter, Liter und Tonne, einfache Brüche bei Größen; Pläne, Würfelgebäude, Körper und Figuren; Diagramme, Mittelwert, BaumdiagrammStellenwerte, halbschriftlich rechnen, schriftlich addieren, schriftlich subtrahieren, schriftlich multiplizieren, Punkt vor Strich, Größen und Einheiten, Bruchteile, Sachaufgaben, Daten und Zufall üben

Oberschule und Gymnasium: Klasse 5 bis 10

Die neuen Pläne ordnen den Stoff in Module: Arithmetik und Algebra (A), Geometrie (G), funktionale Zusammenhänge (F) und Stochastik (S). Die Tabelle folgt diesen neuen Plänen (Stand 2026). Sie gelten ab 2027/28 jahrgangsweise aufwachsend. Das Gymnasium erreicht die Anforderungen zum Ende von Klasse 9, die Oberschule zum Ende von Klasse 10.

Mathematik in Bremens Sekundarstufe I nach den Bildungsplänen 2026
KlasseInhalte laut BildungsplanHier erklärt und geübt
Ende Klasse 6 (Oberschule und Gymnasium)Natürliche Zahlen mit Teilbarkeit und Primzahlen, Brüche mit Kürzen und Erweitern, Dezimalzahlen, Umgang mit Größen; Formen in Ebene und Raum, Winkel, Geometrische Abbildungen, Umfang, Flächeninhalt und Volumen; Maßstab, Zeit-Weg-Diagramme; Statistik und erste Wahrscheinlichkeitsrechnung. Das Gymnasium führt zusätzlich schon rationale Zahlen, vertiefte Bruchrechnung und WinkelsätzeZahlen, Primzahlen und Teiler, Brüche, Dezimalzahlen, Größen und Einheiten, Winkel, Symmetrie, Maßstab, Statistik, Ganze Zahlen
Ende Klasse 8 (Oberschule)Rationale Zahlen, vertiefte Bruchrechnung, Prozentrechnung, Terme und Gleichungen; Formen II, Konstruktionen, Symmetrie und Kongruenz, Umfang und Volumen II, Winkelsumme und Winkelsätze; Muster in Zahlenfolgen, proportionale und antiproportionale Zuordnungen, lineare Funktionen I; Häufigkeiten, Wahrscheinlichkeitsrechnung IIGanze Zahlen, Bruchrechnen üben, Prozentrechnung, Terme, Gleichungen lösen, Konstruktionen, Dreiecke, Proportionalität, Lineare Funktionen, Zahlenfolgen, Wahrscheinlichkeit
Ende Klasse 10 (Oberschule)Potenzen und Wurzeln, lineare Gleichungen und Gleichungssysteme, quadratische Gleichungen; Ähnlichkeit, Satz des Pythagoras und Satz des Thales, trigonometrische Beziehungen, Körperberechnung; lineare und quadratische Funktionen; Statistik II, Kombinatorik, Wahrscheinlichkeitsrechnung III; dazu exponentielle Gleichungen. Nur im E-Niveau: Exponentialfunktionen und SinusfunktionPotenzen, Wurzeln, Gleichungssysteme, Quadratische Gleichungen, Quadratische Funktionen, Ähnlichkeit, Satz des Pythagoras, Trigonometrie, Kombinatorik, Exponentialfunktion, Sinusfunktion
Ende Klasse 9 (Gymnasium)Prozentrechnung, Terme und lineare Gleichungen, Potenzen und Wurzeln, lineare Gleichungssysteme, quadratische Gleichungen; Formen II und III, Konstruktionen, Ähnlichkeit, Umfang und Volumen, Satz des Pythagoras und Satz des Thales, Trigonometrie; Zuordnungen, lineare und quadratische Funktionen; Häufigkeiten, Wahrscheinlichkeitsrechnung II und III, Statistik II, KombinatorikProzentrechnung, Gleichungen lösen, Potenzen, Gleichungssysteme, Quadratische Gleichungen, Quadratische Funktionen, Satz des Pythagoras, Trigonometrie, Kombinatorik, Wahrscheinlichkeit

Für das Gymnasium gilt bis zur Umstellung weiterhin der Plan von 2006, dessen Gültigkeit 2022 auf die Klassen 5 bis 9 beschränkt wurde. Für Klasse 9 nennt die Einschränkung unter anderem Potenzieren, formales Lösen quadratischer Gleichungen, irrationale Zahlen, Kreisberechnung, Oberfläche und Volumen von Zylinder, Pyramide, Kegel und Kugel, Sinus, Kosinus und Tangens, quadratische Funktionen, kombinatorisches Zählen und die Vierfeldertafel.

Oberstufe und Abitur

Der Bildungsplan für die gymnasiale Oberstufe umfasst Einführungsphase und Qualifikationsphase. In der Einführungsphase treffen Lernende aus dem achtjährigen Bildungsgang des Gymnasiums und dem neunjährigen der Oberschule zusammen. Deshalb legt sie gemeinsame Grundlagen: Algebra (binomische Formeln, Potenz- und Logarithmengesetze, Gleichungstypen), Geometrie (Koordinatensystem, Sinus, Kosinus und Tangens) und Funktionen (Funktionsbegriff, Symmetrie, Transformationen, Grenzwerte, Asymptoten, Umkehrfunktion). Danach folgen drei Sachgebiete. Grund- und Leistungskurse unterscheiden sich vor allem in der Tiefe, Leistungskurs-Inhalte sind im Plan mit „LK“ markiert.

Mathematik in der Qualifikationsphase in Bremen
SachgebietInhalte laut Bildungsplan (Grundkurs; Leistungskurs zusätzlich)Hier erklärt und geübt
Analysis (A1 bis A3)Durchschnittliche und lokale Änderungsrate, Ableitung als Grenzwert, Tangente und Normale, Ableitungsregeln, Monotonie, Extrem- und Wendepunkte, Newtonverfahren als Anregung; Integralrechnung mit rekonstruiertem Bestand, Stammfunktion, Hauptsatz, Flächeninhalt; natürliche Exponentialfunktion und ln-Funktion, Modellieren. Leistungskurs: Mittelwerte von Funktionen, Rotationskörper, FunktionsscharenAbleitung, Kurvendiskussion, Newton-Verfahren, Integralrechnung, Integrale üben, Exponentialfunktion, Logarithmen, Rotationskörper, Funktionenscharen
Stochastik (S1 bis S3)Kombinatorik, Urnenmodelle, bedingte Wahrscheinlichkeit, Unabhängigkeit; Binomialverteilung mit Bernoulli-Kette; Normalverteilung als stetige Verteilung (Leistungskurs). Im Leistungskurs wählt die Schule zwischen Parameterschätzung und HypothesentestKombinatorik, Bedingte Wahrscheinlichkeit, Binomialverteilung, Binomialverteilung üben, Normalverteilung, Hypothesentest, Konfidenzintervalle
Lineare Algebra oder Analytische Geometrie (Schwerpunkt)Schwerpunkt Lineare Algebra: Vektoren, Gleichungssysteme, Matrizen, iterative Prozesse und Umverteilungen. Schwerpunkt Analytische Geometrie: Gleichungssysteme, Vektoren, Geraden und Geradenscharen, Ebenen in Koordinaten- und Parameterform (Leistungskurs auch Normalenform), LagebeziehungenVektoren, Gleichungssysteme, Matrizen, Übergangsmatrizen, Geraden im Raum, Ebenen im Raum, Abstände im Raum

Oberschule: G-Niveau und E-Niveau

Die Oberschule ist in Bremen die Schulform neben dem Gymnasium. Ihr Plan beschreibt die Anforderungen am Ende der Klasse 6 auf einem Niveau, am Ende der Klasse 8 und 10 auf zwei Niveaus: dem Niveau mit grundlegenden Anforderungen (G) und dem mit erweiterten Anforderungen (E). Die Standards decken die erweiterte Berufsbildungsreife, den Mittleren Schulabschluss und den Zugang zur gymnasialen Oberstufe ab, die an der Oberschule zum Abitur nach neun Jahren führt. Die Module Exponentialfunktionen und Sinusfunktion sind im Plan dem E-Niveau zugeordnet.

Die passenden Lernseiten stehen in der Tabelle oben, etwa zu Prozentrechnung, linearen Funktionen und Satz des Pythagoras.

So nutzen Sie diese Übersicht

Die Pläne beschreiben Standards am Ende bestimmter Klassen, nicht die Reihenfolge der Themen. Die legt Ihre Schule in ihrem schulinternen Curriculum fest. Die Klassenangaben auf unseren Seiten sind Richtwerte. Wie die Lernseiten zu den Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz passen, steht unter Bildungsstandards und Lehrpläne. Im Lernpfad sind alle Lernseiten geordnet, und unter Arbeitsblätter finden Sie kostenlose Übungen mit Lösungen.

Quellen