Mathematik lernen · Studium

Mathematik im Studium

Was kommt in Mathematik im ersten und zweiten Semester dran, und wo lernst du es hier? Der Überblick ordnet Vorkurs, Grundlagen, Analysis, Lineare Algebra und die Servicevorlesungen und führt dich zu den passenden Lernseiten.

Mathematik an der Hochschule fühlt sich anders an als in der Schule. Es gibt weniger Rechenrezepte und mehr Begriffe, Sätze und Beweise. Statt „Wie rechnet man das?“ lautet die Frage: „Warum gilt das, und unter welchen Bedingungen?“ Das gilt für Mathematik-Studierende und für Lehramt, in abgeschwächter Form auch für Physik, Informatik, Ingenieurwesen und Wirtschaft. Diese Seite zeigt dir, welche Fächer typischerweise in den ersten Semestern kommen und welche Lernseiten dieser Website dazu passen.

Inhalt: Studium und Selbststudium Schritt für Schritt

15 Kapitel mit 65 Lektionen, von leicht nach schwer. Jede Lektion erklärt ein Thema, danach übst du es. Hake ab, was du kannst; dein Fortschritt bleibt nur in diesem Browser.

0 von 65 gelernt
Hier starten: Mathematik im Studium
  1. Kapitel 1 Einstieg ins Studium

    1. Mathematik im Studium
    2. Elementare Mathematik
    3. Summen- und Produktzeichen 3
    4. Zahlensysteme 4
  2. Kapitel 2 Mengen, Logik und Beweise

    1. Mengenlehre 1
    2. Aussagenlogik 3
    3. Boolesche Algebra und Normalformen 1
    4. Beweisverfahren
    5. Vollständige Induktion 1
    6. Abbildungen und Relationen 3
    7. Axiomatische Mengenlehre: ZFC, Auswahlaxiom, Zornsches Lemma
    8. Prädikatenlogik: Quantoren, Strukturen und Vollständigkeit
  3. Kapitel 3 Analysis einer Veränderlichen

    1. Reelle Zahlen und Vollständigkeit 4
    2. Komplexe Zahlen 1
    3. Reihen und Konvergenzkriterien 4
    4. Stetigkeit und Epsilon-Delta 2
    5. Differenzierbarkeit und Mittelwertsatz 1
    6. Taylorreihen 3
    7. Das Riemann-Integral
  4. Kapitel 4 Algebra: Gruppen, Ringe, Körper

    1. Gruppentheorie 5
    2. Homomorphismen, Normalteiler und Faktorgruppen
    3. Ringe und Körper 3
    4. Öffentlicher Schlüssel und RSA (Einführung) 2
    5. RSA und der Satz von Euler 1
  5. Kapitel 5 Lineare Algebra: Vektorräume

    1. Vektorräume, Basis und Dimension 2
    2. Lineare Abbildungen, Kern und Bild 3
    3. Determinanten 4
    4. Eigenwerte und Eigenvektoren 1
    5. Jordan-Normalform und Satz von Cayley-Hamilton
    6. Skalarprodukt, Orthogonalität und Spektralsatz 5
    7. Bilinearformen und Quadriken: Definitheit und Hauptachsen 1
  6. Kapitel 6 Galois-Theorie und Codierung

    1. Galois-Theorie: Körpererweiterungen und Auflösbarkeit
    2. Endliche Körper und Codierungs­theorie: Hamming und Reed-Solomon
  7. Kapitel 7 Funktionenfolgen und Topologie

    1. Funktionenfolgen, gleichmäßige Konvergenz und Potenzreihen
    2. Metrische Räume und Topologie: offen, abgeschlossen, kompakt
    3. Topologie: topologische Räume, Zusammenhang und Kompaktheit
  8. Kapitel 8 Mehrdimensionale Analysis

    1. Mehrdimensionale Analysis: Gradient, Jacobi-Matrix und Extrema 6
    2. Extrema mit Nebenbedingungen: Lagrange und implizite Funktionen 4
    3. Mehrfachintegrale und Kurvenintegrale: Fubini, Polarkoordinaten, Potential 4
    4. Vektoranalysis: Divergenz, Rotation und Integralsätze 6
  9. Kapitel 9 Maß, Fourier, Funktionentheorie

    1. Maß und Integral: Lebesgue-Integral und Konvergenzsätze
    2. Komplexe Wechselstromrechnung: Zeiger und Polarform 4
    3. Fourierreihen: Schwingungen aus Sinus und Kosinus 6
    4. Funktionentheorie: holomorphe Funktionen, Cauchy und Residuensatz 6
  10. Kapitel 10 Wahrscheinlichkeit und Statistik

    1. Wahrscheinlichkeits­räume: die Axiome von Kolmogorow 1
    2. Stetige Verteilungen: Dichte, Exponential- und Poisson-Verteilung 6
    3. Grenzwertsätze: Gesetz der großen Zahlen und zentraler Grenzwertsatz 1
    4. Schätzer, Maximum-Likelihood, t-Test und Chi-Quadrat-Test 7
  11. Kapitel 11 Zahlentheorie

    1. Modulare Arithmetik 1
    2. Quadratische Reste und Reziprozitäts­gesetz
    3. Diophantische Gleichungen 5
  12. Kapitel 12 Diskrete Mathematik

    1. Graphentheorie 5
    2. Rekursionen und erzeugende Funktionen: Zählen, Lösen, Wachstum 6
    3. Komplexität und Berechenbarkeit: Halteproblem, Automaten, P und NP
  13. Kapitel 13 Differentialgleichungen

    1. Differentialgleichungen 6
    2. Existenz und Eindeutigkeit, Stabilität
    3. Laplace-Transformation: Differentialgleichungen algebraisch lösen 5
  14. Kapitel 14 Numerische Mathematik

    1. Numerik-Grundlagen: Gleitkommazahlen, Rundungs­fehler und Kondition 5
    2. Interpolation und Quadratur: Lagrange, Newton, Simpson und Gauß 5
    3. Numerische Lineare Algebra: LR-Zerlegung, Cholesky, Jacobi-Verfahren 5
    4. Numerische Eigenwertverfahren: Potenzmethode und QR-Verfahren 5
  15. Kapitel 15 Optimierung und Wirtschaft

    1. Simplex-Verfahren und Dualität 4
    2. Nichtlineare Optimierung: Konvexität, Gradientenverfahren, KKT 5
    3. Rente, Tilgung und Barwert (Finanzmathematik) 6
    4. Matrizen in der Wirtschaft: Leontief-Modell 4

Die Reihenfolge der Module unterscheidet sich von Hochschule zu Hochschule. Am genauesten steht sie im Modulhandbuch deines Studiengangs. Der Überblick folgt dem häufigsten Aufbau: erst Schulstoff auffrischen, dann die Sprache der Mathematik, dann die beiden Hauptfächer Analysis und Lineare Algebra. Wer wissen will, wo er steht, beginnt mit dem Selbsttest im Mathe-Vorkurs fürs Studium.

Vorkurs und Grundlagen

Vor dem ersten Semester wiederholst du den Schulstoff. Im Vorkurs geht es um Terme, Gleichungen, Funktionen, Trigonometrie und die Ableitung. Viele Fakultäten ergänzen Logik, Mengen und Beweise, die in den Mathematik-Vorlesungen von der ersten Stunde an benutzt werden.

Analysis I

Die Analysis klärt, was Grenzwerte, Stetigkeit, Ableitung und Integral wirklich bedeuten. Alles, was in der Schule „anschaulich klar“ war, wird jetzt bewiesen. Im Kern steht die Vollständigkeit der reellen Zahlen.

Inhalte der Analysis I und passende Lernseiten
Thema in der VorlesungLernseite
Reelle Zahlen, Supremum, Vollständigkeit, Cauchy-FolgenReelle Zahlen und Vollständigkeit
Folgen und GrenzwerteFolgen und Grenzwerte
Komplexe ZahlenKomplexe Zahlen
Reihen und KonvergenzkriterienReihen und Konvergenzkriterien
Stetigkeit, ZwischenwertsatzStetigkeit und Epsilon-Delta
Differenzierbarkeit, Mittelwertsatz, L’HospitalDifferenzierbarkeit und Mittelwertsatz, vorher Ableitung und Ableitungsregeln
Taylorformel, PotenzreihenTaylorreihen
Riemann-Integral, HauptsatzDas Riemann-Integral, vorher Integralrechnung

Die Seite Analysis gibt einen Überblick über das ganze Gebiet von der Idee bis zur Geschichte. Dazu gehören Integrationsmethoden, das Newton-Verfahren und Differentialgleichungen.

Lineare Algebra I

Die Lineare Algebra macht aus Gleichungssystemen, Vektoren und Matrizen eine abstrakte Theorie. Die Bausteine sind Gruppen, Ringe und Körper, Vektorräume mit Basis und Dimension, lineare Abbildungen und die Determinante.

Inhalte der Linearen Algebra I und passende Lernseiten
Thema in der VorlesungLernseite
Gruppen, Untergruppen, HomomorphismenGruppentheorie
Ringe und KörperRinge und Körper
Weiterführend, meist in der Vorlesung „Algebra“: Normalteiler, Faktorgruppen, Körpererweiterungen, Galois-TheorieHomomorphismen und Normalteiler, Galois-Theorie, Endliche Körper und Codierung
Lineare Gleichungssysteme, Gauß-VerfahrenLineare Gleichungssysteme, Gauß-Verfahren
Vektorräume, Basis, DimensionVektorräume, Basis und Dimension, vorher Vektoren
Lineare Abbildungen, Matrizen, RangLineare Abbildungen, Kern und Bild, Matrizen
DeterminantenDeterminanten
Eigenwerte und DiagonalisierungEigenwerte und Eigenvektoren

Lineare Algebra II

Die Lineare Algebra II führt zu den Normalformen von Matrizen und zur Geometrie mit Längen und Winkeln. Sie bringt auch die Quadriken und die Frage, wann eine quadratische Form immer positiv ist.

Inhalte der Linearen Algebra II und passende Lernseiten
Thema in der VorlesungLernseite
Jordan-Normalform, Cayley-Hamilton, MinimalpolynomJordan-Normalform und Cayley-Hamilton
Skalarprodukt, Orthogonalität, Gram-Schmidt, SpektralsatzSkalarprodukt, Orthogonalität und Spektralsatz
Bilinearformen, Definitheit, HauptachsentransformationBilinearformen und Quadriken

Analysis II und III

Die Analysis II überträgt Grenzwert, Stetigkeit und Ableitung auf mehrere Variablen und auf allgemeine Räume. Die Analysis III baut mit dem Lebesgue-Integral und den Integralsätzen den Rahmen für Physik und Wahrscheinlichkeitstheorie.

Inhalte der Analysis II und III und passende Lernseiten
Thema in der VorlesungLernseite
Funktionenfolgen, gleichmäßige Konvergenz, PotenzreihenFunktionenfolgen, gleichmäßige Konvergenz, Potenzreihen
Metrische Räume, Topologie, Banachscher Fixpunktsatz, KompaktheitMetrische Räume und Topologie, Topologie
Fourierreihen, Parseval-GleichungFourierreihen
Komplexe Differenzierbarkeit, Cauchy-Integralformel, ResiduensatzFunktionentheorie
Partielle Ableitungen, Gradient, Jacobi-Matrix, Hesse-MatrixMehrdimensionale Analysis
Lagrange-Multiplikatoren, implizite Funktionen, UmkehrsatzExtrema mit Nebenbedingungen
Mehrfachintegrale, Koordinatenwechsel, KurvenintegraleMehrfachintegrale und Kurvenintegrale
Divergenz, Rotation, Sätze von Green, Gauß und StokesVektoranalysis
Maßtheorie, Lebesgue-Integral, KonvergenzsätzeMaß und Lebesgue-Integral

Weitere Fächer

Ab dem zweiten Semester folgen je nach Studiengang weitere Bausteine. Zu manchen gibt es schon Lernseiten:

Vertiefende Fächer wie Differentialgeometrie, algebraische Geometrie oder stochastische Prozesse folgen in höheren Semestern und haben hier noch keine eigene Seite.

Mathematik für Ingenieure, Informatik und Wirtschaft

Wer nicht Mathematik studiert, hört „Höhere Mathematik“ oder „Mathematik für …“. Der Stoff ist anwendungsnäher und meist ohne Beweise, deckt aber dieselben Themen ab.

So lernst du Hochschulmathematik

Hilfreich sind die Seiten Mathematisch arbeiten, Argumentieren und Begründen und das Glossar für Begriffe. Die Zeichen auf der Seite Mathe-Zeichen und Symbole helfen beim Lesen von Skripten.

Häufige Fragen

Muss ich alle Lernseiten durcharbeiten?

Nein. Wähle die Seiten, die zu deinem Modul passen. Der Lernpfad zeigt eine Reihenfolge, nach der du bei Bedarf einsteigst. Manche Seiten (zum Beispiel Mengenlehre oder Beweisverfahren) brauchst du in jedem Studiengang.

Ersetzen die Seiten die Vorlesung?

Nein. Sie erklären Begriffe, zeigen durchgerechnete Beispiele und bieten Übungen mit Lösungen. Die Vorlesung, das Skript und die Übungszettel deiner Hochschule bleiben maßgeblich.

Wo finde ich Literatur?

Jede Lernseite nennt am Ende Lehrbücher und Skripte. Frage außerdem deine Universitätsbibliothek: Viele Standardwerke gibt es dort als E-Book.

Quellen und weiterführende Literatur

  • Otto Forster: Analysis 1. Differential- und Integralrechnung einer Veränderlichen, Springer Spektrum, Wiesbaden.
  • Gerd Fischer: Lineare Algebra. Eine Einführung für Studienanfänger, Springer Spektrum, Wiesbaden.
  • Albrecht Beutelspacher: Das ist o.B.d.A. trivial! Tipps und Tricks zur Formulierung mathematischer Gedanken, Vieweg+Teubner, Wiesbaden.
  • Gerald Teschl, Susanne Teschl: Mathematik für Informatiker, Springer, Berlin.
  • Kurt Meyberg, Peter Vachenauer: Höhere Mathematik 1, Springer, Berlin.
  • Knut Sydsæter, Peter Hammond: Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler, Pearson Studium, München.

Fehler entdeckt oder einen Wunsch? Schreib uns eine kurze Nachricht, wir kümmern uns darum.

Fehler entdeckt oder einen Wunsch?

Deine Nachricht zur Seite „Mathematik im Studium“. Die Adresse der Seite schicken wir automatisch mit.

Bitte schreib keine weiteren persönlichen Daten hinein. Mehr dazu im Datenschutz.