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Französische Mathematiker

Von Oresme bis Grothendieck: Hier siehst du berühmte französische Mathematikerinnen und Mathematiker in einer Liste, mit Lebensdaten, einem Satz zur Leistung und Links zu den Biografien.

Französische Mathematiker prägten vor allem das 17. bis 20. Jahrhundert: René Descartes verband Geometrie und Algebra, Pierre de Fermat und Blaise Pascal begründeten die Wahrscheinlichkeitsrechnung, Joseph Fourier erfand die Fourier-Reihen, Évariste Galois schuf die Gruppentheorie der Gleichungen, Henri Poincaré legte Grundlagen der Topologie und der Chaostheorie. Die Liste folgt unserer Zeittafel Wichtige Mathematiker und führt zu jeder Biografie.

Liste französischer Mathematiker

Die Reihenfolge ist chronologisch nach der Geburt. Aufgenommen sind auch Personen, die in Frankreich wirkten oder deren Herkunft zwei Länder verbindet, zum Beispiel Lagrange (Turin, Paris) und Mandelbrot (Warschau, Paris, USA).

  • Nikolaus von Oresme (ca. 1320–1382): Grafische Darstellung veränderlicher Größen; Divergenz der harmonischen Reihe; gebrochene Exponenten.
  • François Viète (1540–1603): Rechnen mit Buchstaben für bekannte und unbekannte Größen; Satz von Vieta; unendliches Produkt für π.
  • Marin Mersenne (1588–1648): Mersenne-Primzahlen; Drehscheibe des wissenschaftlichen Briefwechsels in Europa.
  • Girard Desargues (1591–1661): Begründer der projektiven Geometrie; Satz von Desargues; unendlich ferne Punkte.
  • René Descartes (1596–1650): Analytische Geometrie und kartesisches Koordinatensystem; moderne Exponentenschreibweise.
  • Pierre de Fermat (1607–1665): Begründer der modernen Zahlentheorie (kleiner Fermatscher Satz, Großer Fermatscher Satz); Wahrscheinlichkeitsrechnung; Extremwertmethode.
  • Blaise Pascal (1623–1662): Mitbegründer der Wahrscheinlichkeitsrechnung; Pascalsches Dreieck; Rechenmaschine Pascaline.
  • Abraham de Moivre (1667–1754): Formel von de Moivre; Normalverteilung als Grenzfall der Binomialverteilung.
  • Joseph-Louis Lagrange (1736–1813): Variationsrechnung, analytische Mechanik; Satz von Lagrange (Gruppentheorie); Beweis des Vier-Quadrate-Satzes.
  • Gaspard Monge (1746–1818): Begründer der darstellenden Geometrie; Mitbegründer der École polytechnique.
  • Pierre-Simon Laplace (1749–1827): Himmelsmechanik; analytische Wahrscheinlichkeitstheorie; Laplace-Transformation und Laplace-Operator.
  • Adrien-Marie Legendre (1752–1833): Methode der kleinsten Quadrate (1805); Legendre-Symbol; elliptische Integrale; Vermutung zur Primzahlverteilung.
  • Joseph Fourier (1768–1830): Fourier-Reihen und Wärmeleitungsgleichung.
  • Sophie Germain (1776–1831): Beiträge zum Großen Fermatschen Satz (Sophie-Germain-Primzahlen); Elastizitätstheorie.
  • Augustin-Louis Cauchy (1789–1857): Strenge Begründung der Analysis (Grenzwert, Stetigkeit); Funktionentheorie (Cauchyscher Integralsatz); Satz von Cauchy der Gruppentheorie.
  • Évariste Galois (1811–1832): Galoistheorie: Kriterium für die Auflösbarkeit von Gleichungen durch Radikale; moderner Gruppenbegriff.
  • Henri Poincaré (1854–1912): Dreikörperproblem und Anfänge der Chaostheorie; Begründer der algebraischen Topologie; Poincaré-Vermutung.
  • Pierre Fatou (1878–1929): Mitbegründer der komplexen Dynamik (Fatou-Menge); Lemma von Fatou.
  • Gaston Julia (1893–1978): Iteration rationaler Funktionen; Julia-Mengen (1918).
  • André Weil (1906–1998): Weil-Vermutungen als Brücke zwischen algebraischer Geometrie und Zahlentheorie; Mitbegründer von Bourbaki.
  • Benoît Mandelbrot (1924–2010): Fraktale Geometrie; Mandelbrot-Menge.
  • Alexander Grothendieck (1928–2014): Neubegründung der algebraischen Geometrie (Schemata, Topoi); Fields-Medaille 1966.
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Paris als Zentrum der Mathematik

Seit dem 17. Jahrhundert wurde Paris zu einem Mittelpunkt des mathematischen Austauschs. Marin Mersenne hielt Kontakt zwischen den Gelehrten Europas, und aus den Briefen von Fermat und Pascal entstand 1654 die Wahrscheinlichkeitsrechnung. Nach der Revolution gründete man die École polytechnique, an der unter anderem Monge, Lagrange, Fourier und Cauchy wirkten. Im 20. Jahrhundert prägte die Gruppe Bourbaki um André Weil die Darstellung der Mathematik, vgl. André Weil. Epochenartikel dazu: 17. Jahrhundert, 18. Jahrhundert und 19. Jahrhundert.

Eine französische Fassung mit Kurzbiografien für Leserinnen und Leser in Frankreich bietet die Seite Mathématiciens français célèbres (französisch).

Häufige Fragen

Welche französischen Mathematiker sind berühmt?

Berühmt sind René Descartes, Pierre de Fermat, Blaise Pascal, Pierre-Simon Laplace, Joseph Fourier, Augustin-Louis Cauchy, Évariste Galois und Henri Poincaré. Alle sind in der Liste verlinkt.

Welche französischen Mathematikerinnen gab es?

Sophie Germain (1776–1831) ist die bekannteste. Sie arbeitete zur Zahlentheorie und zur Elastizitätstheorie und schrieb unter einem Männernamen an Gauß.

Wer sind die berühmtesten Mathematiker aus Frankreich im 20. Jahrhundert?

Henri Poincaré, André Weil, Benoît Mandelbrot und Alexander Grothendieck gehören dazu. Poincaré (1854–1912) wirkte um die Jahrhundertwende, Weil (1906–1998) war Mitbegründer der Gruppe Bourbaki.

Was ist Bourbaki?

Ein Kollektiv französischer Mathematiker, das ab 1934 unter dem Namen Nicolas Bourbaki ein Lehrwerk zur gesamten Mathematik schrieb. Mehr bei André Weil und auf der französischen Seite Mathématiciens célèbres.

Quellen und weiterführende Literatur

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