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Deutsche Mathematiker

Von Kepler bis Emmy Noether: Hier siehst du die bekanntesten deutschen Mathematiker in einer Liste, mit Lebensdaten, einem Satz zu ihrer Leistung und Links zu den ausführlichen Biografien.

Deutsche Mathematiker haben die Geometrie, die Zahlentheorie, die Analysis und die Logik entscheidend geprägt. Zu den bekanntesten zählen Johannes Kepler, Gottfried Wilhelm Leibniz, Carl Friedrich Gauß, Bernhard Riemann, Georg Cantor, David Hilbert und Emmy Noether. Die Liste folgt unserer Zeittafel Wichtige Mathematiker und nennt zu jeder Person mit eigener Biografie die wichtigste Leistung. Wer wissen will, welche deutschen Mathematiker berühmt sind und was sie geleistet haben, findet hier einen schnellen Überblick und den Weg zu den Biografien.

Liste deutscher Mathematiker

Die Reihenfolge ist chronologisch nach der Geburt. Jeder Name führt zur ausführlichen Biografie mit Steckbrief, Zeitleiste und Quellen.

  • Adam Ries (1492/93–1559): Rechenbücher in deutscher Sprache (1518, 1522, 1550), die das Rechnen mit indisch-arabischen Ziffern „mit der Feder“ allgemein verbreiteten; „nach Adam Riese“.
  • Johannes Kepler (1571–1630): Keplersche Gesetze mit Ellipsenbahnen; Fassregel (1615); Kepler-Vermutung zur Kugelpackung; Rudolfinische Tafeln mit Logarithmen.
  • Gottfried Wilhelm Leibniz (1646–1716): Unabhängige Entwicklung der Infinitesimalrechnung (Notation dx und ∫); Dualsystem; Rechenmaschine mit Staffelwalze.
  • Christian Goldbach (1690–1764): Goldbachsche Vermutung (1742, Brief an Euler).
  • Carl Friedrich Gauß (1777–1855): Konstruktion des 17-Ecks, „Disquisitiones Arithmeticae“, Fundamentalsatz der Algebra, Methode der kleinsten Quadrate, Normalverteilung, Gaußsche Krümmung.
  • August Ferdinand Möbius (1790–1868): Möbiusband; baryzentrische Koordinaten; Möbius-Transformationen; Möbius-Funktion.
  • Carl Gustav Jacob Jacobi (1804–1851): Elliptische Funktionen; Jacobi-Determinante; Hamilton-Jacobi-Theorie.
  • Karl Weierstraß (1815–1897): Epsilon-Delta-Strenge der Analysis; stetige, nirgends differenzierbare Funktion; Approximationssatz.
  • Bernhard Riemann (1826–1866): Riemannsche Geometrie, Riemannsche Flächen, Riemann-Integral; Riemannsche Vermutung.
  • Richard Dedekind (1831–1916): Dedekindsche Schnitte zur Konstruktion der reellen Zahlen; Ideale; Definition unendlicher Mengen.
  • Georg Cantor (1845–1918): Begründer der Mengenlehre; verschiedene Größen des Unendlichen (Diagonalargument).
  • Gottlob Frege (1848–1925): „Begriffsschrift“ (1879): Begründung der modernen Prädikatenlogik.
  • Felix Klein (1849–1925): Erlanger Programm (Geometrie als Invariantentheorie von Gruppen); Kleinsche Flasche.
  • David Hilbert (1862–1943): 23 Hilbertsche Probleme (1900); Axiomatik der Geometrie; Hilbertraum; Formalismus und Entscheidungsproblem.
  • Hermann Minkowski (1864–1909): Geometrie der Zahlen; vierdimensionale Raumzeit (Minkowski-Raum).
  • Emmy Noether (1882–1935): Noether-Theorem (Symmetrien und Erhaltungssätze); Mitbegründerin der modernen abstrakten Algebra.
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Göttingen und Berlin: Zentren der deutschen Mathematik

Im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurde die Universität Göttingen zu einem Zentrum der Mathematik. Gauß wirkte dort, in seiner Nachfolge Riemann. Felix Klein baute Göttingen ab 1886 zu einem Mittelpunkt aus, und David Hilbert und Emmy Noether prägten die Zeit vor 1933. Auch Berlin spielte mit Weierstraß eine große Rolle. Die Epochenartikel Mathematik des 19. Jahrhunderts und Mathematik des 20. Jahrhunderts erzählen die Zusammenhänge.

Deutsche Mathematiker heute

Die moderne Mathematik in Deutschland reicht von Hochschulen bis zu Max-Planck-Instituten. Zur Geschichte gehören auch Menschen, die ins Ausland gehen mussten, als 1933 viele jüdische Gelehrte vertrieben wurden. Mehr dazu in der Mathematik des 20. Jahrhunderts.

Eine französische Fassung der Liste von Mathematikern aller Länder gibt es auf der Seite Mathématiciens célèbres (französisch).

Häufige Fragen

Welche deutschen Mathematiker sind berühmt?

Berühmt sind unter anderem Johannes Kepler, Gottfried Wilhelm Leibniz, Carl Friedrich Gauß, Bernhard Riemann, Georg Cantor, David Hilbert und Emmy Noether. Alle sind mit Biografie in der Liste verlinkt.

Wer war der bekannteste deutsche Mathematiker?

Oft genannt wird Carl Friedrich Gauß, der „Fürst der Mathematiker“. Ein Ranking gibt es nicht. Leibniz, Riemann und Hilbert wären andere Namen, je nachdem, welches Gebiet man meint.

Gab es deutsche Mathematikerinnen?

Ja. Emmy Noether (1882–1935) gilt als eine der Begründerinnen der modernen Algebra. Weitere Frauen stellt die Übersicht Frauen in der Mathematik vor.

Wer hat in Deutschland die Rechenbücher geschrieben?

Adam Ries schrieb zwischen 1518 und 1550 Rechenbücher in deutscher Sprache, die das Rechnen mit indisch-arabischen Ziffern verbreiteten.

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Quellen und weiterführende Literatur

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