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Klasse 13KapitelKap. 9: Matrixmodelle und PrüfungshilfenLektion 1 von 3

Klasse 13 · Kapitel 9: Matrixmodelle und Prüfungshilfen

Produktions­prozesse und Materialverflechtung

Alle Lektionen in Kapitel 9
  1. Produktionsprozesse und Materialverflechtung
  2. Übergangsmatrizen und Markow-Ketten
  3. Hilfsmittel in Prüfungen: Taschenrechner, GTR und CAS
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In einem Betrieb werden aus Rohstoffen zuerst Zwischenprodukte und daraus Endprodukte gefertigt. Jede Stufe lässt sich durch eine Matrix beschreiben, der ganze Prozess durch das Produkt der Matrizen. Das ist die Materialverflechtung, eine Standardaufgabe im Abitur.

Statt zweimal zu rechnen, bildest du einmal das Produkt, die Gesamtbedarfsmatrix: A·B=(5510562). Sie sagt direkt, wie viele Rohstoffe ein Endprodukt braucht: Eine Einheit E1 verbraucht 5, 10 und 6 Einheiten der drei Rohstoffe. Mit ABe→ erhältst du wieder (150 | 250 | 140). Die Reihenfolge ist wichtig: Es muss A · B heißen, denn das Produkt B · A ist hier gar nicht definiert (2 × 2 mal 3 × 2).

Kosten. Kosten die Rohstoffe 3 €, 2 € und 4 € je Einheit, fasst du die Preise als Zeilenvektor zusammen und multiplizierst: (324)·(150250140)=3·150+2·250+4·140=1.510. Die Bestellung kostet 1.510 € an Rohstoffen. Das Produkt der Preise mit der Gesamtbedarfsmatrix gibt die Rohstoffkosten je Endprodukt: (324)·(5510562)=(5933). Ein E1 kostet 59 €, ein E2 kostet 33 €, und 20 · 59 + 10 · 33 = 1.510 € passt.

Rückwärts rechnen. Oft ist der Rohstoffvorrat gegeben und die Produktion gesucht. Dann musst du ein Gleichungssystem lösen, zum Beispiel mit dem Gauß-Verfahren. Für R1 und R2 sind je 100 Einheiten da und sollen ganz verbraucht werden: 5e1 + 5e2 = 100 und 10e1 + 5e2 = 100. Subtrahierst du die erste Gleichung von der zweiten, bleibt 5e1 = 0, also e1 = 0 und e2 = 20. Dabei werden 6 · 0 + 2 · 20 = 40 Einheiten von R3 gebraucht.

Eigenverbrauch (Leontief-Modell). Verbrauchen die Betriebe einen Teil ihrer eigenen Produktion, etwa ein Kraftwerk Strom, gilt für die Produktion x und die Nachfrage y von außen x→−Mx→=y→, also (E−M)x→=y→, wobei die Matrix M den Eigenverbrauch angibt. Mit M=(0,20,30,40,1) und der Nachfrage y→=(20140) ist E−M=(0,8−0,3−0,40,9) mit der Determinante 0,72 − 0,12 = 0,6. Die Inverse liefert x→=10,6(0,90,30,40,8)·(20140)=10,6(60120)=(100200). Die Betriebe müssen 100 und 200 Einheiten herstellen, damit nach dem Eigenverbrauch genau 20 und 140 Einheiten übrig bleiben. Zur Probe: Mx→=(8060), und 100 − 80 = 20, 200 − 60 = 140.

Immer neue Aufgaben zu Abbildungen, Inversen und Produktionsprozessen findest du bei Matrizen: Abbildungen und Verflechtung üben. Übergangsprozesse mit Matrizen, bei denen sich die Anteile von Schritt zu Schritt ändern, behandelt Übergangsmatrizen.

Diese Lektion stammt aus der Seite Matrizen. Dort steht das Thema im Zusammenhang, mit Geschichte und häufigen Fragen.

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